Pneumatisch betätigte Ventile, Namur-Ventile, ATEX-Ventile und ISO-Ventile.

Über 30.000 hochwertige Produkte rund um pneumatische Steuerungs- und Antriebstechnik, Bohren und Kolbenventile

Made in Germany

AIRTEC bietet Ihnen eine breite Auswahl in den Bereichen der pneumatischen Steuerungs- und Antriebstechnik, Bohren und Kolbenventile sowie innovative kundenspezifische Lösungen, die wir für Sie und mit Ihnen entwickeln und zur Serienreife bringen. Verlassen Sie sich auf unsere zertifizierte Qualität und technische Expertise.

Pneumatisch betätigte Ventile schalten und verteilen Druckluft über ein Steuersignal aus dem pneumatischen System selbst, ohne Elektromagnet. Das macht sie zur ersten Wahl überall dort, wo elektrische Signale nicht vorgesehen sind.

Das Portfolio von AIRTEC umfasst pneumatisch betätigte Wegeventile als 3/2-, 5/2- und 5/3-Wege-Ventile, monostabil mit mechanischer Feder oder Luftfeder, bistabil oder mit definierter Mittelstellung. Verfügbar in Namur- und ISO-Ausführung, verschiedenen Anschlussgrößen und für unterschiedliche Umgebungsbedingungen: vom Kompaktventil für beengte Einbausituationen bis zur robusten Sonderausführung für aggressive Prozessumgebungen.

 

Pneumatisch betätigte Ventiltypen im Überblick

3/2-Wege-Ventile

Drei Anschlüsse, zwei Schaltzustände. Im Ruhezustand gesperrt (NC) oder durchgeschaltet (NO). Beim Umschalten wird der Ausgang entweder mit Druckluft versorgt (NC) oder zur Atmosphäre hin entlüftet (NO). Typischer Einsatz: einfach wirkende Zylinder, Greifer, Klemmen.

5/2-Wege-Ventile

Fünf Anschlüsse, zwei Schaltzustände. Steuert doppelt wirkende Antriebe durch wechselseitige Druckluftversorgung beider Kolbenseiten. Erhältlich in mono- und bistabiler Ausführung sowie mit Luftfeder- oder mechanischer Federrückstellung. Standard für Linearantriebe, Schwenkantriebe und Handlingaufgaben.

5/3-Wege-Ventile

Gleiche Anschlussgeometrie wie das 5/2-Wege-Ventil, jedoch mit definierter Mittelstellung. AIRTEC bietet alle drei gängigen Mittelstellungsvarianten: gesperrt, entlüftet und belüftet, je nach Anforderung an das Verhalten bei Signalausfall oder Zwischenstopp.

 

Normventile: Namur und ISO 5599-1

Namur-Ventile entsprechen der Namur-Norm und werden standardmäßig zur Ansteuerung von Drehantrieben eingesetzt, typischerweise Absperrklappen und Regelarmaturen in der Prozessindustrie. Die normierte Schnittstelle erlaubt die direkte Aufbaumontage auf den Antrieb. Die Baureihe PN-05 deckt diesen Bereich ab, inklusive ATEX-Zulassung.

ISO-Ventile nach ISO 5599-1 bieten ein herstellerunabhängiges Anschlussbild in drei normierten Größen (ISO 1-3) mit Nennweiten von 9 bis 14 mm und Durchflusswerten bis über 4.000 Nl/min. Sie werden auf genormten Grundplatten montiert, die auch als verkettete Mehrfachstationen verfügbar sind, sinnvoll für den Einsatz in Steuerblöcken und verketteten Anlagen.

 

Anwendungsbereiche für pneumatisch betätigte Ventile

  • Verpackungs- und Fördertechnik: Taktsteuerung von Greif-, Schieber- und Klemmeinheiten
  • Maschinenbau: Flexible Lösungen für kundenspezifische Anlagen
  • Prozess- und Chemieindustrie: Namur-Ventile für Drehantriebe, ATEX-Ausführungen für Zone 1/21
  • Life Science / Medizintechnik: Wartungsarme Ventile für hygienisch sensible Prozesse
  • Gebäudetechnik / Wasseraufbereitung: Steuerung von Absperr- und Regelarmaturen

 

FAQs - Häufig gestellte Fragen zu pneumatisch betätigten Ventilen

Welchen Mindeststeuerdruck benötigen pneumatisch betätigte Ventile?

Das hängt von der Betätigungsart ab. Ventile mit mechanischer Federrückstellung benötigen typischerweise 2-3 bar Steuerdruck, um die Federkraft zu überwinden. Bistabile Ventile benötigen diesen Druck nur kurz für den Schaltvorgang selbst, danach halten sie die Schaltstellung ohne dauerhaftes Signal. Bei Luftfederrückstellung ist der Steuerdruck arbeitsdruck­abhängig; die genauen Grenzwerte sind dem jeweiligen Kennliniendiagramm im Datenblatt zu entnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Luftfeder- und mechanischer Federrückstellung?

Beide sind monostabile Ausführungen, die bei Signalwegfall in die Grundstellung zurückkehren. Die mechanische Feder tut das unabhängig vom Systemdruck, auch bei vollständigem Druckabfall. Die Luftfeder nutzt den Systemdruck als Rückstellmedium und versagt bei Druckverlust. Für Sicherheitsfunktionen mit definierter Fail-Safe-Stellung ist daher ausschließlich die mechanische Federrückstellung geeignet.

Welche ATEX-Ausführungen sind verfügbar und was ist der Unterschied?

AIRTEC bietet zwei Ex-Schutz-Konzepte. Vollzertifizierte ATEX-Ausführungen nach 2014/34/EU (Gerätekategorie 2, ab Zone 1/21 einsetzbar) sind für ausgewählte Baureihen verfügbar. Daneben gibt es Ausführungen ohne eigene potentielle Zündquelle: Diese tragen keine ATEX-Kennzeichnung, können aber per Zündgefahrenanalyse nachweislich in Zone 1, 2, 21 und 22 für alle Explosionsgruppen eingesetzt werden. Welches Konzept passt, hängt von der Zoneneinteilung des Betreibers ab. Sprechen Sie uns bei konkreten Anforderungen direkt an.

Welche Druckluftqualität ist für die penumatisch betätigten Ventile erforderlich?

Alle AIRTEC-Ventile sind für Druckluft nach ISO 8573-1:2010, Klasse 7:2:4 ausgelegt, gefiltert, ölfrei, getrocknet. Besonders zu beachten: Der Drucktaupunkt muss mindestens 10 °C unter der tiefsten auftretenden Umgebungstemperatur liegen, da Kondensation im Ventilinneren zu Korrosion, Dichtungsschäden und bei Minustemperaturen zum Einfrieren führt. Für Anwendungen mit unvermeidbarem Ölanteil oder aggressiven Medien stehen Baureihen mit FKM-Dichtungen zur Verfügung.

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